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Unternehmen entsenden Ausbildungsbotschafter

Unternehmen entsenden Ausbildungsbotschafter

Unternehmen in NRW entsenden Ausbildungsbotschafter/innen

  • Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen stärken die duale Ausbildung
  • Auszubildende ermöglichen authentische Einblicke in die duale Ausbildung
  • „Wir wollen Kontaktangst und Unsicherheiten bei der Berufswahl abbauen“

Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen stärken gemeinsam mit dem Handwerk als Partner im Ausbildungskonsens NRW die duale Ausbildung. Seit Beginn 2015 informieren Auszubildende, die von ihrem Betrieb freigestellt werden, als „Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter“ an Schulen über den Alltag in ihrem Lehrberuf und Karrieremöglichkeiten in der dualen Ausbildung. „Wir wollen auf diesem Weg Kontaktangst bei den Schülern abbauen und ihnen die Chance geben, mit Gleichaltrigen ohne Barrieren ihre Fragen und Vorbehalte zu besprechen“, sagt Sophia Tiemann, Geschäftsführerin bei IHK NRW.

Hintergrund für die Initiative ist die Erfahrung, dass nach wie vor viele Jugendliche nicht den richtigen Einblick über die Bandbreite der verschiedenen Berufsfelder und Ausbildungswege haben. Vielfach existieren auf Seiten der Schülerinnen und Schüler zudem Kontaktängste und Unsicherheiten bei der Ansprache von Unternehmen oder auch falsche Vorstellungen über die Berufsausbildung. Und manche Fragen lassen sich einfach leichter mit einem Gleichaltrigen besprechen als mit Lehrer/innen oder Ausbildungsleiter/innen.

Aufgrund der erfolgreichen Pilotphase im Jahr 2015, als vorerst sechs Kammern Koordinator/innen eingestellt haben, wurde die Initiative um zwei Jahre verlängert. Insgesamt setzten 16 Kammern in NRW die Initiative Ausbildungsbotschafter um. Die Koordinator/innen in den Kammern gewinnen die Auszubildenden, bereiten sie auf ihre Einsätze in den Schulen vor und stellen die Kontakt zu Schulen und Unternehmen her. Von den Erfahrungsberichten und Tipps der Auszubildenden für die Berufswahl profitieren Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern. Für die Unternehmen, die ihre Auszubildenden als Ausbildungsbotschafter/innen melden, lohnt sich das Engagement gleich mehrfach. Denn die jungen Botschafter/innen präsentieren nicht nur ihren Beruf, sondern vertreten auch ihren Arbeitgeber. Dadurch kann das Unternehmen seine Bekanntheit als Ausbildungsbetrieb steigern. Auch davon, dass die Ausbildungsbotschafter/innen geschult werden und vor Schulklassen auftreten, profitierten die Unternehmen: Für ihre Auszubildenden wirkt dies wie ein Trainingsprogramm und zeigt auch die Anerkennung durch ihren Arbeitgeber.

Im Folgenden ein kursorischer Überblick über die Initiative Ausbildungsbotschafter:

Was ist ein/e Ausbildungsbotschafter/in?

Die Ausbildungsbotschafter/innen sind Auszubildende aller Ausbildungsberufe, die mitten in der Ausbildung stehen (zweites oder drittes Lehrjahr), eine ausreichende persönliche und fachliche Eignung mitbringen und daher glaubwürdig berichten können, was an ihrem Beruf Spaß macht.

Ausbildungsbotschafter/innen sollen folgende persönliche Voraussetzungen mitbringen:

  • sie sind offen und kommunikativ,
  • sie haben Freude an ihren Berufen,
  • sie können vor Gruppen auftreten,
  • sie können sich in Diskussionen behaupten und
  • sie können persönliche Erfahrungen einbringen.

Fachlich wird vorausgesetzt, dass Ausbildungsbotschafter

  • die Inhalte und den Verlauf der Ausbildung kennen.
  • erste praktische Erfahrungen in ihren Berufen gesammelt haben und die wesentlichen Prüfungsvoraussetzungen kennen.
  • die Vorteile ihrer Berufsausbildung beschreiben können und Kenntnisse über die grundlegenden Anforderungen einer Bewerbung sowie über das Auswahlverfahren in ihrem Betrieb besitzen.
  • die beruflichen Perspektiven und Beschäftigungsfelder ihrer Berufe aufzeigen können.

Nutzen der Ausbildungsbotschafter/innen:

Unternehmen

  • handeln zukunftsorientiert.
  • fördern den direkten Weg der Schülerinnen und Schülern in die Berufsbildung.
  • sichern sich ihre Fachkräfte.

Auszubildende

  • stärken ihre persönlichen Kompetenzen.
  • stellen ihre fachliche Kompetenz unter Beweis.
  • erhalten eine Schulung sowie ein Zertifikat.

Schülerinnen und Schüler

  • bekommen authentische Einblicke in die Berufe.
  • erweitern ihre Berufsorientierung.
  • eröffnen sich neue Perspektiven nach dem Schulabschluss.

Wer macht bei der Initiative mit?

Folgende Kammern beteiligen sich an der Initiative, die aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird:

  • Industrie- und Handelskammer Arnsberg Hellweg-Sauerland
  • Industrie- und Handelskammer Aachen
  • Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
  • Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf
  • Industrie- und Handelskammer zu Köln
  • Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen
  • Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld
  • Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg
  • Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen e.V.
  • Verein zur Förderung der beruflichen Bildung e.V. der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen
  • IHK Ausbildungs-GmbH, Krefeld
  • IHK-Ausbildungs-GmbH Dortmund
  • Handwerkskammer Aachen
  • Handwerkskammer OWL zu Bielefeld
  • Handwerkskammer zu Köln
  • Handwerkskammer Südwestfalen
  • Handwerkskammer Münster

Bei Rückfragen steht Ihnen Herr Trefzger von der IBP IHK-Beratungs- und Projektgesellschaft mbH zur Verfügung: Email: Wolfgang.Trefzger@ibp-ihk.de; Tel.: 0211 36702-62

Weitere Informationen zur Initiative: www.ausbildungsbotschafter-nrw.de