IHK Bielefeld Panorama der Landeshauptstadt Düsseldorf

Integration von Flüchtlingen

Integration von Flüchtlingen

Ansprechpartner in den IHKs in NRW zu Flüchtlingsthemen

application/pdf SymbolAnsprechpartner in den IHKs in NRW zu Flüchtlingsthemen


Mehr zu diesem Thema

application/pdf SymbolIntegration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung - Leitfaden für Unternehmen
application/pdf SymbolBeschäftigung ausländischer Arbeitnehmer/innen Antworten und Tipps für Arbeitgeber
application/pdf SymbolErlaubnis zur Ausbildung und Arbeit Informationen für Personalentscheider/innen 2.te Auflage
application/pdf SymbolPotenziale nutzen geflüchtete Menschen Beschäftigen
application/pdf SymbolPraktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und gedultete Personen
application/pdf SymbolVom Willkommen zum Ankommen

Netzwerk "Unternehmen unterstützen Flüchtlinge"
Im Rahmen des IHK-Aktionsprogrammes "Ankommen in Deutschland" startete zu Beginn 2016 das von DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angestoßene Netzwerk "Unternehmen unterstützen Flüchtlinge".Das Projekt zielt darauf ab, betriebliches Engagement für Flüchtlinge in Deutschland sichtbar zu machen, bereits engagierte Unternehmen zu unterstützen, ihr Engagement noch effektiver zu gestalten und Unternehmen, die sich für die Integration von Flüchtlingen engagieren wollen, Ideen und Wege aufzuzeigen, wie sie dies tun können.Es soll ein bundesweites Unternehmensnetzwerk initiiert werden, an dem sich interessierte und engagierte Unternehmen kostenlos beteiligen können. Kern des Netzwerkes sollen Informations- und Serviceangebote sein, die Unternehmen durch praxisnahe Informationen und Best-Practice-Beispiele zu den verschiedenen Fragen der Flüchtlingsintegration - von Bildungsthemen über Alltagsbegleitung bis zu Corporate Volunteering - unterstützen.

Interessierte Unternehmen können sich für das Netzwerk unter https://umfrage-fluechtlingsprojekt.dihk.de/ registrieren. Im Sommer ist dann eine Auftaktveranstaltung für Gründungsmitglieder geplant, die einen ersten Erfahrungsaustausch und Überblicksinformationen anbietet.
_____

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Grafik zum Ablauf des deutschen Asylverfahrens)
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Kostenlose Rechtsberatung für Flüchtlinge und Helfer über die Deutsche Anwaltshotline

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/fluechtlingsberatung

Aktivitäten und Projekte der Industrie- und Handelskammern in NRW

IHK Aachen

Welcome Buddy
Einheimische Auszubildende begleiten und unterstützen junge Flüchtlinge dabei, ihr Praktikum, ihre Einstiegsqualifizierung oder ihre Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Mehrwert
Für den Flüchtling führt die persönliche und kontinuierliche Begleitung zu zunehmender Selbstständigkeit und somit zu einer gelungenen Integration in unsere Gesellschaft. Die einheimischen „Welcome Buddies“ lernen junge Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennen. Sie übernehmen Verantwortung und erweitern ihre Kompetenzen und Handlungsspielräume.
Die Unternehmen fördern junge Menschen in ihrer Ausbildung und leisten einen
wichtigen Beitrag zur Ausbildungsqualität.

Interkulturelles Training
Die IHK Aachen bietet Unternehmen und ihren Auszubildenden eine eintägige Qualifizierung zum Welcome Buddy an. Im interkulturellen Training werden eigene Werte, Normen und Stereotype reflektiert sowie individuelle und kulturelle Kommunikationsstile kennengelernt und situativ erweitert.
Die Vielfalt von Kulturen und ihre unterschiedlichen Konzepte von Ordnung, Struktur und Zeit sowie von Macht und Hierarchie werden ebenso thematisiert wie Modelle und Formen der Kommunikation. Die aktuelle Situation in den Herkunftsländern und das Leben der Flüchtlinge in Deutschland kommen ebenfalls zur Sprache.

www.aachen.ihk.de

IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland

Netzwerk "Gemeinsam Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung integrieren"

Die IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland,...

...sorgt dafür, dass regional klare Strukturen zur Integration von Flüchtlingen in Qualifizierung und Arbeit entstehen. Mit dem Ziel: Alle Institutionen bringen sich mit ihrer Kernkompetenz in eine regional konzertierte Vorgehensweise ein. Auf einzelne Sonderprojekte wird dabei gezielt verzichtet.

...berät die Mitgleidsunternehmen bei der Integration vom Flüchtlingen, insbesondere in rechtlicher, aber auch organisatorischer Sicht.

...validiert vorhandene Qualifikationen nach geltenden Arbeitsmarktstandard und sorgt für unternehmensnahe Qualifizierung. Mit dem Ziel: Möglichst hohe arbeitsmarktliche Verwertbarkeit der Kompetenzfeststellung und Qualifizierung.

...vermittelt Flüchtlinge - wie alle anderen Zielgruppen auch - nachfrageorientiert in Unternehmen.

Wie setzt die IHK Arnsberg diese Leitlinien in der Realität um?

Durch das Netzwerk "Gemeinsam Flüchtlinge in Ausbildung/ Beschäftigung integrieren“ Hellweg-Sauerland
(bestehend aus IHK Arnsberg, Handwerk und Integration Points) gegründet und möchten mit diesem die Verbindung zwischen Wirtschaft, öffentlichen Stellen und Flüchtlingen schaffen.

www.ihk-arnsberg.de

IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Fit in die Ausbildung
- Beratung von Mitgliedsunternehmen rund um das Thema Beschäftigung und Ausbildung von Asylbewerbern und Geduldeten
- Beratung von Geflüchteten zum Thema Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen und Ausbildung.
- Workshops zum Thema Anerkennungsgesetz für Mitarbeiter von Jobcentern und Arbeitsagenturen
- Mehrsprachiger Flyer (auch Arabisch) auf NRW-Ebene zum Thema BQFG

In Planung ist:
- EQ Plus-Maßnahme in Verbindung mit interkulturellen Inhalten und Deutschkursen

- „Fit in die Ausbildung“: ein Trainingsprogramm von der IHK Akademie für den Übergang von der Schulzeit in den Beruf, das beim Einstieg in die Ausbildung helfen soll. Das Programm soll bei der Integration von Flüchtlingen in Ausbildung unterstützen.

www.ostwestfalen.ihk.de

IHK Mittleres Ruhrgebiet

Kompetenzfeststellung und Qualifizierung von Flüchtlingen

- Beratung zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
- Abschlussbezogene und nachqualifizierende Bildungsberatung
- Vermittlung von Praktikums- und Ausbildungsstellen in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen (Voraussetzung: Sprachniveau B2).
- Infoveranstaltung für Arbeitgeber: „Flüchtlinge einstellen. Wir zeigen wie“

In Planung ist:
Die IHK Bochum plant zurzeit ein Projekt zur „Kompetenzfeststellung und Qualifizierung von Flüchtlingen“. Die Realisierung hängt derzeit noch von der Beteiligung verschiedener Kooperationspartner und Finanzierungszusagen Dritter ab.

www.bochum.ihk.de

IHK Bonn/ Rhein-Sieg

"Individuelle Integration durch Ausbildung"

Grafik IHK Bonn/Rhein-Sieg

www.ihk-bonn.de

IHK Lippe zu Detmold

Flüchtlinge in Qualifizierung und Beschäftigung

Unternehmensbefragung
Alle Unternehmen der Vollversammlung und des Industrieausschusses wurden mit einem Fragebogen angeschrieben und abgefragt, ob sie sich im Thema "Flüchtlinge" engagieren wollen. Bisher sind über 30 ausgefüllte Fragebögen zurückgekommen. Dieser Fragebogen ist offen zugänglich und kann von jedem interessierten Unternehmen ausgefüllt und an uns zurückgeschickt werden.
Parallel zu der Anschreibaktion wurde mit den Partnern der Arbeitsagentur vereinbart, dass die IHK von dort geeignete Flüchtlinge benannt bekommen, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist und die für Qualifizierungen in Betrieben zur Verfügung stehen. Die ersten erfolgreichen Vermittlungen durch sind durch die IHK bereits angelaufen.

Bustour mit Betriebsbesichtigung
Die IHK Lippe zu Detmold organisierte am 10.02.16 zusammen mit Arbeitsagentur, Jobcenter und Netzwerk Lippe eine Bustour mit 15 geeigneten Flüchtlingen. Dabei wurden zwei Unternehmen besucht, die in kurzen Vorträgen und Betriebsbesichtigungen Einblicke in den betrieblichen Alltag gegeben haben.

Informationsveranstaltung
Am 03.03.16 fand eine große Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge bei uns durchführen. Alle IHK-Unternehmen wurden dazu angeschrieben. An diesem Tag standen alle relevanten, regionalen Partner zur Verfügung, um den Unternehmen Rede und Antwort zu ihren Fragen stehen zu können (Bezirksregierung, Kreis Lippe usw....)

www.detmold.ihk.de

IHK zu Dortmund

IHK Fahrplan "Infomration-Beratung-Recruiting- Vermittlung"

Der Fahrplan der IHK zu Dortmund umfasst vier Stationen zur Arbeitsmarktintegration der
Flüchtlinge und Fachkräftesicherung der Unternehmen.

Station 1 „Information“:
In einer großen Auftaktveranstaltung im November 2015 informierten sich rund 120 Unternehmen über Rahmenbedingungen, Chancen, Unterstützungsangebote und Umsetzungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse einer im Vorfeld durchgeführten Online-Umfrage hatten die Bedarfe der Unternehmen gezeigt und die Themen der Veranstaltung bestimmt.

Station 2 „Beratung“:
Die IHK unterstützt die Unternehmen bei den betriebsinternen Abläufen und bietet u. a. das
Seminar „Betriebliche Integration von Flüchtlingen (IHK)“ an. Zudem berät sie zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und bringt ihre Erfahrung bei der Erfassung beruflicher Kompetenzen der Flüchtlinge ein.

Station 3 „Recruiting“:
Über Berufskollegs, Bildungsträger und Integration Points recruitiert die IHK Flüchtlinge, die
geeignet scheinen, ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung und/oder eine Ausbildung zu
beginnen. Dazu gehört es auch, die zugewanderten Menschen über das System der dualen
Ausbildung und über die Berufsbilder zu informieren. Dies geschieht beispielsweise bei Besuchen der Ausbildungsvorbereitungsklassen der Berufskollegs.

Station 4 „Vermittlung“:
Unternehmen, die einem Flüchtling ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung oder einen
Ausbildungsplatz anbieten möchten, können sich direkt an die IHK wenden und werden dort erfasst. Die Matchingfachleute der IHK übernehmen die Vermittlung. Parallel zur Vermittlung können die Flüchtlinge an einen berufsbegleitenden Sprachkurs der IHK teilnehmen.

www.dortmund.ihk24.de

IHK zu Dortmund

IHK Fahrplan "Infomration-Beratung-Recruiting- Vermittlung"

Der Fahrplan der IHK zu Dortmund umfasst vier Stationen zur Arbeitsmarktintegration der
Flüchtlinge und Fachkräftesicherung der Unternehmen.

Station 1 „Information“:
In einer großen Auftaktveranstaltung im November 2015 informierten sich rund 120 Unternehmen über Rahmenbedingungen, Chancen, Unterstützungsangebote und Umsetzungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse einer im Vorfeld durchgeführten Online-Umfrage hatten die Bedarfe der Unternehmen gezeigt und die Themen der Veranstaltung bestimmt.

Station 2 „Beratung“:
Die IHK unterstützt die Unternehmen bei den betriebsinternen Abläufen und bietet u. a. das
Seminar „Betriebliche Integration von Flüchtlingen (IHK)“ an. Zudem berät sie zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und bringt ihre Erfahrung bei der Erfassung beruflicher Kompetenzen der Flüchtlinge ein.

Station 3 „Recruiting“:
Über Berufskollegs, Bildungsträger und Integration Points recruitiert die IHK Flüchtlinge, die
geeignet scheinen, ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung und/oder eine Ausbildung zu
beginnen. Dazu gehört es auch, die zugewanderten Menschen über das System der dualen
Ausbildung und über die Berufsbilder zu informieren. Dies geschieht beispielsweise bei Besuchen der Ausbildungsvorbereitungsklassen der Berufskollegs.

Station 4 „Vermittlung“:
Unternehmen, die einem Flüchtling ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung oder einen
Ausbildungsplatz anbieten möchten, können sich direkt an die IHK wenden und werden dort erfasst. Die Matchingfachleute der IHK übernehmen die Vermittlung. Parallel zur Vermittlung können die Flüchtlinge an einen berufsbegleitenden Sprachkurs der IHK teilnehmen.

www.dortmund.ihk24.de

IHK zu Düsseldorf

IHK-Service

Die IHK Düsseldorf unterstützt Mitgliedsunternehmen, die sich an der Arbeitsmarktintegration von
Flüchtlingen beteiligen wollen. Unsere Angebote werden kontinuierlich auf ihre Anwendbarkeit
überprüft und ebenso kontinuierlich bei Bedarf angepasst und weiterentwickelt. Sie leisten somit einen
wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung sowie zur besseren Integration von Migrantinnen und
Migranten in die Gesellschaft. Es folgt eine Auswahl von Angeboten:

Ausbildungsberatung
Beraten werden alle Betriebe, die bereits ausbilden oder gern ausbilden möchten. Bei der Ausbildung
von Flüchtlingen geht es dabei besonders häufig um Unterstützungsangebote während der
Ausbildung, etwa durch Nachhilfe oder Begleitung. Ausbildungsberater beraten Azubis und
Unternehmen bei Schwierigkeiten während der Lehrzeit.
Ansprechpartner sind die Ausbildungsberater der IHK: www.duesseldorf.ihk.de /
Dokumentennummer 14173.

IHK-Lehrstellenbörse
Die IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) ist eine bewährte Plattform, über die
Unternehmen, die Praktikums- oder Ausbildungsplätze anbieten und Jugendliche zusammenfinden.
Sie bietet auch die Möglichkeit, Angebote für Menschen mit Basiskenntnissen der deutschen Sprache
anzubieten – zum Beispiel für Flüchtlinge.
Ansprechpartnerin ist Inge Kohnen, Telefon 0211 3557-445, E-Mail: kohnen@duesseldorf.ihk.de.

Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen
Menschen, die im Ausland einen Berufsabschluss erworben haben, können ihn in Deutschland
anerkennen lassen. Bei Abschlüssen, die in das große Feld der IHK-Ausbildungsberufe fallen, ist die
IHK Düsseldorf dafür die erste Anlaufstelle. Sie berät auch Flüchtlinge über die notwendigen
Unterlagen und über das Verfahren. Die Entscheidung über die Gleichwertigkeit von
Berufsabschlüssen trifft letztlich ein hierauf spezialisiertes Kompetenzzentrum, die „IHK FOSA“
(Foreign Skills Approval).
Häufig fehlen Flüchtlingen die vollständigen Unterlagen zum Nachweis ihrer Berufsabschlüsse. In
diesen Fällen kann die IHK eine Qualifikationsanalyse durchführen und dadurch feststellen, ob die
notwendigen Kompetenzen tatsächlich mitgebracht werden.
Weitere Informationen zur Gleichstellung unter www.duesseldorf.ihk.de / Dokumentennummer 89570.
Ansprechpartnerin ist Bettina Prill, Telefon 0211 3557-437, E-Mail: prill@duesseldorf.ihk.de.

Einstiegsqualifizierung
Die Einstiegsqualifizierung ist ein vielversprechender Türöffner für Ausbildung oder Beschäftigung.
Jugendliche können durch ein 6- bis 12-monatiges Langzeitpraktikum den Ausbildungsberuf erproben
und sich dabei bewähren. Den EQ-Teilnehmern werden Inhalte des ersten Ausbildungsjahres eines
Berufs vermittelt. Dem Unternehmen bietet sich so die Möglichkeit, den Jugendlichen über einen
längeren Zeitraum im täglichen Arbeitsprozess kennenzulernen. Gerade für Flüchtlinge ist die
Einstiegsqualifizierung ein vielversprechender Weg in den Ausbildungsmarkt, der bei Unternehmen
der IHK Düsseldorf schon erfolgreich war. /
Dokumentennummer: 2596302.

Tagesseminar „Betriebliche Integration von Flüchtlingen“
Die Integration von Flüchtlingen ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Das
Tagesseminar bietet den Teilnehmern einen Überblick über die wesentlichen Akteure und die
rechtlichen Fragestellungen bei der Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen. Neben einer
Sensibilisierung für die interkulturellen Unterschiede, werden umfangreiche Informationen zu
Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt.
Termin auf Anfrage
250 Euro / 215 Euro

Informationsveranstaltungen „im kleinen Kreis“
– kurze Impulse mit anschließendem Austausch

Termin Einrichtung Thema Referent Zeit Ort
13.09.2026 Integration Point Düsseldorf "Potentiale geflüchteter Menschen für den Düsseldorfer Arbeitsmarkt" Hasan Clauser, Bereichsleiter, Agentur für Arbeit Düsseldorf 18:00 -19:30 Uhr IHK(Ernst Schneider- Saal)
12.10.2016 Integration Point Kreis Mettmann "Beschäftigung von geflüchteten Menschen" Martina Würker, Geschäftsführerin Jobcenter ME- aktiv 18:00 -19.30 Uhr Kreisverwaltung Mettmann, Kleiner Sitzungssaal 1.604
(Düsseldorfer Straße 26,40822 Mettmann)
08.11.2016 Kausa Servicestelle (AWO)// renatec GmbH Vorstellung der Kausa Servicestelle sowie der Angebote der renatec GmbH Christian Klevinghaus, Abteilungsleiter, AWO
Berufsbildungs- zentrum gGmbH// Marlies Heeke, Koordinatorin, renatec GmbH
18:00 -19:30 Uhr IHK (Raum 04.01)

Kontakt

Anna Hollstegge, Referentin
hollstegge@duesseldorf.ihk.de

Rachid El Mellah, Willkommenslotse (ab 1.9.)
elmellah@duesseldorf.ihk.de

Niederrheinische IHK Duisburg, Wesel, Kleve zu Duisburg

Regionals Netzwerk "Gemeinsam Perspektiven schaffen"

Unterstützung von Mitgliedunternehmen vei der Integration von Flüchtlingen
Im Rahmen des IHK-Sofortprogramms zur beruflichen Integration von Flüchtlingen hat die Niederrheinische IHK unter anderem den Aufbau eines regionalen Netzwerks initiiert. Unter dem Motto „Gemeinsam Perspektiven schaffen“ hat sie Anfang Januar 2016 zu einem Spitzengespräch eingeladen, bei dem sich Vertreter der Stadt Duisburg, der Kreise Wesel und Kleve, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Arbeitsagenturen und Jobcenter über Möglichkeiten der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgetauscht und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet haben.

Das gemeinsame Ziel: Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive rasch in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu sollen die Aktivitäten der Partner gebündelt und ein aufeinander abgestimmtes, flächendeckendes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Unternehmen und Flüchtlinge am Niederrhein aufgebaut werden. Schwerpunkte liegen dabei in den Handlungsfeldern „Sprachkenntnisse fördern“, „Potenziale ermitteln und Qualifikationen erkennen“, „Fit machen für den Arbeitsalltag“, „Informationen für Betriebe und Fachkräfte bereitstellen“ sowie „Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermöglichen“. Die Niederrheinische IHK bringt sich mit bewährten Instrumenten der Berufsorientierung,der Ausbildungsberatung und –vermittlung und der Fachkräftesicherung als auch mit neuen Aktivitäten und Projekten in das Netzwerk ein.

www.ihk-niederrhein.de

IHK für Essen, Mühlheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen

Unterstützung der Mitgliedsunternehmen bei der Integration von Flüchtlingen

Im Internetauftritt der IHK sind umfangreiche Informationen zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Angefangen von der Frage, was ein Flüchtling ist und welche Möglichkeiten der Unterstützung es gibt, werden Flüchtlinge eingestellt. Darüber hinaus die entsprechenden Internetinformationen der drei Gebietskörperschaften des Kammerbezirks sowie der Arbeitsagentur.

Die Ausbildungsberater sprechen bei ihren Betriebsbesuchen generell das Thema der Einstellung bzw. Beschäftigung von Flüchtlingen an. Dabei zeigt sich, dass viele Betriebe grundsätzlich bereit sind den Weg mitzugehen.

Mit den Berufskollegs besteht ein enger Kontakt um in Kürze, sobald grundlegende Deutschsprachkenntnisse vorhanden sind, mit den Schülern in den speziellen Flüchtlingsklassen über das Ausbildungssystem zu sprechen und gegebenenfalls Vermittlung anzubieten.

Darüber hinaus bestehen sehr enge Kontakte zu allen regionalen Akteuren, die sich mit diesem Thema befassen. Sobald die Arbeitsagenturen bzw. Jobcenter signalisieren, dass eine nennenswerte Zahl von Flüchtlingen zumindest für ein betriebliches Praktikum zur Verfügung steht, werden die Unternehmen auch direkt von der IHK angesprochen. In der Region gehen wir davon aus, dass etwa ab Herbst 2016 eine größere Anzahl von jungen Flüchtlingen zur Vermittlung in die Betriebe anstehen. Die IHK wird zusammen mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern diese Aufgabe aktiv übernehmen.

www.essen.ihk24.de

Südwestfälische IHK zu Hagen (SIHK)

Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge der SIHK:

In einem sechswöchigen Pilotprojekt der SIHK werden 17 Flüchtlinge im Alter von 20-35 Jahren mit sicherem Aufenthaltsstatus auf ein 3-monatiges Berufsorientierungspraktikum im gewerblich-technischen Bereich vorbereitet.

Die Teilnehmer verbessern dazu zunächst ihre berufsbezogenen Deutschkenntnisse in einem 4-wöchigen Sprachkurs. Anschließend testen sie in einem zweiwöchigen Lehrgang ihre vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Blick auf einfache Tätigkeiten im Betrieb, wie zum Beispiel in den Lager-, Logistik- oder Metallberufen. Die Ausbilder der SIHK führen dazu verschiedene Lehrgänge mit Ausrichtung auf einfache Schweiß-, Dreh- und Metallarbeiten mit den Teilnehmern durch. Im Anschluss an das Projekt kommt die Praxisphase im Unternehmen. Hier sollen Betrieb und Flüchtling im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums Gelegenheit bekommen, sich gegenseitig kennenzulernen. Das Projekt bietet den Teilnehmern berufliche Orientierung in der metallverarbeitenden Industrie und die Möglichkeit, erste Schritte in Richtung einer regulären Beschäftigung zu machen.

www.sihk.de/fluechtlinge

IHK zu Köln

Initiative „Gemeinsam nach vorne schauen“ Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt
Mit der Initiative "Gemeinsam nach vorne schauen" bietet die IHK Köln ein breites Angebot von Aktivitäten und Projekten, um Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Gute Deutschkenntnisse sind die Grundlage einer erfolgreichen beruflichen Integration. Deshalb fördert die IHK Köln Sprachkurse und hat die IHK-Stiftung für Ausbildungsreife und Fachkräftesicherung mit der Umsetzung der Programme AusbildungsPerspektive Köln und ArbeitsPerspektive Köln beauftragt.

AusbildungsPerspektive Köln
Mit dem Programm AusbildungsPerspektive Köln fördern wir die berufliche Integration junger Flüchtlinge ohne Ausbildungsabschluss mit einem besonderen Fokus auf der sprachlichen Qualifizierung von B1 auf B2 und der Berufsorientierung. Die AusbildungsPerspektive Köln sieht einen dreimonatigen Sprachkurs zzgl. einem Monat Orientierungspraktikum inkl. pädagogischer Betreuung vor.

ArbeitsPerspektive Köln
Die ArbeitsPerspektive Köln richtet sich an Flüchtlinge mit Berufserfahrung und/oder abgeschlossener Berufsausbildung und beinhaltet einen viermonatigen Sprachkurs von B1 auf B2. Neben der Erweiterung fachsprachlicher und berufsbezogener Deutschkenntnisse stehen die Heranführung an den Arbeitsmarkt und Bewerbungsverfahren auf dem Programm. Im Anschluss an die Sprachqualifizierung folgt ein zweimonatiges pädagogisch begleitetes Orientierungspraktikum, welches praxisnahe Kenntnisse und Erfahrungen ermöglicht.

www.ihk-stiftung-koeln.de

IHK Mittlerer Niederrhein

Der Willkommenslotse

Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) finden seit geraumer Zeit kaum noch passende Auszubildende und Fachkräfte. Auf der anderen Seite sind Ausbildung und Arbeit neben den zwingend zu erwerbenden Sprachkompetenzen einer der zentralen Schlüssel für eine erfolgreiche soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen.

Die Erschließung der Beschäftigungspotentiale von Flüchtlingen kann demnach nicht nur ihre Integration in die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft erleichtern, sondern auch ein wichtiger Beitrag gegen den Fachkräftemangel sein.

Die zentrale Aufgabe wird es sein, KMU für die Möglichkeit der Fachkräftesicherung aus dem Kreis der Flüchtlinge zu öffnen und eine fundierte Beratung zu allen Fragen der betrieblichen Integration von Flüchtlingen anzubieten.

Ein Schwerpunkt wird es sein, bei KMU eine Willkommenskultur zu schaffen, um Flüchtlinge durch Hospitation, Praktika, Einstiegsqualifizierung (EQ), duale Berufsausbildung oder Beschäftigung in die Berufs- und Arbeitswelt zu integrieren.

www.ihk-krefeld.de

IHK Nord Westfalen

"Flüchtlinge in Nord-Westfalen - Integration durch Ausbildung und Arbeit"

Die IHK Nord Westfalen (Sitz in Münster) leistet einen vielfältigen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Der IHK-Bezirk umfasst das Münsterland (Münster und die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf) und die Emscher-Lippe-Region (Bottrop, Gelsenkirchen, Kreis Recklinghausen). (Karte des IHK-Bezirks einfügen)

Schwerpunkt des Programms:
a. Die IHK informiert Betriebe über die Voraussetzungen von Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen und sie unterstützt Unternehmen beim Aufbau einer Willkommens- und Integrationskultur. Wichtige Informationskanäle sind die Internetseite www.ihk-nordwestfalen.de/fluechtlinge, Veranstaltungen, Publikationen und die Beratung per E-Mail. Handlungsempfehlungen für eine betriebliche Willkommenskultur wurden erarbeitet. Die IHK wird 2016 einen "Willkommenslotsen" zur Unterstützung von KMU einstellen.

b. Die IHK hilft Flüchtlinge in Ausbildung und betriebliche Einstiegsqualifizierungen zu vermitteln. Betriebe können ihre Angebote auf der Internetseite der IHK eintragen. Die Angebote sind nicht öffentlich sichtbar. Die IHK wird auch an den "Integration Points" im IHK-Bezirk mitwirken. Eine besondere Rolle bei der Vermittlung werden der "Willkommenslotse" und die Ausbildungsberater einnehmen.

www.ihk-nordwestfalen.de/fluechtlinge

IHK Siegen

"Junge Flüchtlinge metalltechnisch qualifizieren"

In diesem Projekt, das vom Berufsbildungszentrum der IHK Siegen durchgeführt wird, werden derzeit 36 Flüchtlinge fachlich qualifiziert. Zusätzlich nehmen alle an allgemeinbildendem Unterricht in Deutsch, Mathematik und „Leben in Deutschland“ teil. Ergänzt wird dieses
Programm durch Praktika in Betrieben. So erhalten die Teilnehmer/-innen Unterstützung bei der Einmündung in Ausbildung oder Arbeit. Die IHK Siegen und der Europäische Sozialfonds tragen gemeinsam die Finanzierung.

Geplantes Projekt: „Haus der Berufsvorbereitung für Flüchtlinge“
Im „Haus der Berufsvorbereitung für Flüchtlinge“ sollen 160 Flüchtlinge in 6 verschiedenen Berufen qualifiziert werden. Dazu gehören die Bereiche Metall, Bau, Hoga, Lager/Logistik, Handel und Pflege. Im Rahmen des Projekts werden Potenzialanalysen durchgeführt und
den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Orientierung in allen Berufsfeldern gegeben. Darauf soll die Qualifizierung in einem Berufsfeld folgen. Unterricht, Betriebspraktika und gezielte
Vermittlung/Begleitung unterstützen die Projektteilnehmer/-innen. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe, der Handwerkskammer und der IHK Siegen.

www.ihk-siegen.de

IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid

Bergisches Netzwerk von flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Auf Initiative der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid wurde am 28. Oktober 2015 das „Bergische Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt" gegründet.

Partner im Bergischen Netzwerk sind die Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid (Federführer), die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal, die Kreishandwerkerschaft Remscheid, das Jobcenter Wuppertal, das Jobcenter Remscheid, das Jobcenter Solingen, die Ausländerbehörde Wuppertal, die Ausländerbehörde Solingen, die Ausländerbehörde Remscheid sowie die Initiative Partizipation Bergisches Städtedreieck (PBS).

Ziel ist die strukturierte und abgestimmte Integration von Flüchtlingen in den Ausbildung- und Arbeitsmarkt durch Bündelung der Maßnahmen der einzelnen Partner.

www.wuppertal.ihk24.de

FAQ: Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeitsmarkt

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

auf dieser Übersichtsseite haben wir häufig gestellte Fragen zum Thema Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeitsmarkt für Sie zusammengefasst:

  1. Wer gilt als „Flüchtling“?
  2. Unter welchen Voraussetzungen dürfen sich Flüchtlinge wie lange in der Bundesrepublik aufhalten?
  3. Dürfen Flüchtlinge einer Beschäftigung in der Bundesrepublik nachgehen?
  4. Dürfen Flüchtlinge eine Ausbildung in der Bundesrepublik absolvieren?
  5. Wie kann ich als Unternehmer erkennen, welches Niveau die ausländische Ausbildung des Flüchtlings hat?
  6. Wie kann ich als Unternehmer einschätzen, ob Flüchtlinge über ein ausreichendes Sprachniveau verfügen?
  7. Wie werden beschäftigte Flüchtlinge sozialversichert?
  8. Gibt es Möglichkeiten der psychologischen Unterstützung von Flüchtlingen?
1. Wer gilt als „Flüchtling“?

Als Flüchtling gilt nach der Genfer Flüchtlingskonvention eine Person, die „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will.“

Als Verfolgung gelten

Handlungen, die aufgrund ihrer Art oder Wiederholung so gravierend sind, dass sie eine schwerwiegende Verletzung der grundlegenden Menschenrechte darstellen, insbesondere der Rechte, von denen gemäß Artikel 15 Absatz 2 der EMRK keine Abweichung zulässig ist (insbesondere Art. 3, Folter oder unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder Behandlung).

unterschiedliche Handlungen, deren Gesamtheit einer schwerwiegenden Verletzung grundlegender Menschenrechte gleichkommt.

Weiterführende Informationen vom BAMF

2. Unter welchen Voraussetzungen dürfen sich Flüchtlinge wie lange in der Bundesrepublik aufhalten?

Flüchtlinge unterliegen grundsätzlich den Regelungen des Aufenthaltsgesetzes, jedoch gelten für das Asylverfahren, das Aufenthaltsrecht und die Aufenthaltsbeendigung vorrangig die Spezialregelungen des Asylverfahrensgesetzes. Das Asylverfahren sieht vor, dass sich

  1. ein Ausländer, der in Deutschland Schutz vor Verfolgung sucht, persönlich in einer Erstaufnahmeeinrichtung als Asylsuchender melden muss.
  2. Als nächster Schritt folgt dann die Stellung eines Asylantrags in der Außenstelle des BAMF, die der Erstaufnahmeeinrichtung zugeordnet ist.
  3. Die Einzelfallprüfung erfolgt durch das BAMF, das unter anderem über die Flüchtlingseigenschaft und die daraus folgende Anerkennung als Asylberechtigter entscheidet.
  4. Diese Anerkennung ergeht als schriftlicher Bescheid, stellt allerdings noch keinen Aufenthaltstitel, sondern lediglich dessen Voraussetzung dar.
  5. Die jeweils zuständige Ausländerbehörde entscheidet anschließend auf dieser Grundlage über Art und Güte des Aufenthaltstitels für den Asylbewerber.

Reist der Asylbewerber über einen so genannten „sicheren Drittstaat“ ein, wird er nach der aktuellen Verwaltungspraxis nicht als Flüchtling anerkannt. Befindet sich der Flüchtling noch im Ausland und kann daher nicht persönlich bei einer Erstaufnahmeeinrichtung oder Außenstelle des BAMF vorstellig werden, gibt es grundsätzlich zwei legale Möglichkeiten, nach Deutschland einzureisen:

Der Flüchtling kann versuchen, über die deutsche Botschaft, ein deutsches Konsulat oder im Einzelfall über eine Noteinrichtung des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) ein Einreisevisum zu erhalten.

Der Bundesinnenminister beschließt in Abstimmung mit den Ländern bestimmte Aufnahmekontingente. Dies ist beispielsweise bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien der Fall gewesen. In der Regel werden dabei vorwiegend Personen aufgenommen, die Verwandte in Deutschland haben.

Einem Ausländer, der um Asyl nachsucht, ist zur Durchführung des Asylverfahrens der Aufenthalt im Bundesgebiet gestattet. Er hat allerdings keinen Anspruch darauf, sich in einem bestimmten Land oder an einem bestimmten Ort aufzuhalten. Die Aufenthaltsgestattung ist räumlich auf den Bezirk der Ausländerbehörde beschränkt, in dem die für die Aufnahme des Flüchtlings zuständige Aufnahmeeinrichtung liegt, so genannte „Residenzpflicht“. Diese darf er nur mit Erlaubnis der Ausländerbehörde verlassen, wenn zwingende Gründe vorliegen. Die räumliche Beschränkung erlischt, wenn sich der Flüchtling seit drei Monaten ununterbrochen erlaubt, geduldet oder gestattet im Bundesgebiet aufhält.

Die Zuerkennung des Flüchtlingsschutzes führt zu einer dreijährigen Aufenthaltserlaubnis. Danach ist eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn kein Widerruf erfolgt. Die Anerkennung als Asylbewerber und die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft wird widerrufen, wenn die Voraussetzungen für sie nicht mehr vorliegen, also keine Verfolgung aus den beschriebenen Gründen mehr droht. Der Ausländer kann dann ausgewiesen und im Zweifel auch abgeschoben werden. Ansprechpartner sind die Migrationssozialberatungsstellen wie auch die Außenstellen des BAMF.

3. Dürfen Flüchtlinge einer Beschäftigung in der Bundesrepublik nachgehen?

Bei Anerkannten Flüchtlingen mit Aufenthaltserlaubnis und Kontingentflüchtlingen mit befristeter Aufenthaltserlaubnis

  • ist der Arbeitsmarktzugang uneingeschränkt möglich, d.h. Beschäftigung, Ausbildung, Praktika und Freiwilligendienste sind sofort erlaubt.
  • Bei Asylsuchenden mit einer Aufenthaltsgestattung (Menschen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist) sowie Geduldeten (Menschen, deren Asylantrag in der Regel abgelehnt wurde, die aber nicht abgeschoben werden können) ist jedoch folgendes zu beachten:
  • Bis zum 3. Monat des Aufenthalts besteht ein Arbeitsverbot.
  • Vom 4. - 15. Monat kann die Ausländerbehörde eine Arbeitserlaubnis nach Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit erteilen.

Hier muss für eine konkrete Beschäftigung bei der Ausländerbehörde eine Erlaubnis beantragt werden. Diese fragt bei der Bundesagentur für Arbeit um Zustimmung an. Eine Arbeitserlaubnis kann i. d. R. erteilt werden, wenn:

  • die Arbeitsbedingungen nicht ungünstiger ausfallen als für inländische Arbeitnehmer und
  • für die Beschäftigung deutsche Arbeitnehmer sowie Ausländer, die diesen hinsichtlich der Arbeitsaufnahme rechtlich gleichgestellt sind oder andere Ausländer, die nach dem Recht der EU einen Anspruch auf vorrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt haben, nicht zur Verfügung stehen (so genannte „Vorrangprüfung“).
  • Ab dem 16. Monat entfällt die Vorrangprüfung.
  • Nach 4 Jahren muss die Bundesagentur für Arbeit an der Entscheidung gar nicht mehr beteiligt werden.

Ausnahmen:

  • Die Vorrangprüfung entfällt bereits nach drei Monaten für Asylsuchende und Geduldete
  • mit Hochschulabschluss, die die Voraussetzungen für eine so genannte. „Blaue Karte“ EU in Engpassberufen erfüllen oder
  • für Fachkräfte, die eine anerkannte Ausbildung für einen Engpassberuf nach der Positivliste der Bundesagentur für Arbeit haben,
  • bzw. an einer Maßnahme für die Berufsanerkennung teilnehmen.
  • Das Zustimmungserfordernis der Bundesagentur für Arbeit entfällt für Hochschulabsolventen, die derzeit min. 48.400 € verdienen und die Voraussetzungen der Blauen Karte erfüllen.
  • Beschäftigung in der Zeitarbeit ist für Asylsuchende und Geduldete i.d.R. erst nach vier Jahren Aufenthalt möglich.
  • Geduldeten Personen mit einem Arbeitsverbot darf keine Arbeitserlaubnis erteilt werden. Auskünfte hierzu erhalten Sie bei der zuständigen Ausländerbehörde.

Information zum Einsatzgebiet:

Seit Lockerung der „Residenzpflicht“ dürfen sich Asylsuchende i.d.R. nach Ablauf von drei Monaten frei im Bundesgebiet bewegen.

Generell gilt:

Maßgeblich ist die Einzelfallprüfung. Als Ansprechpartner steht Ihnen der örtliche Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit zur Seite.

Siehe auch Broschüre: „Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen“ der Bundesagentur für Arbeit.

Einen Überblick über besondere Regelungen bei Praktika gibt die Broschüre „Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und Geduldete“ der Bundesagentur für Arbeit.

4. Dürfen Flüchtlinge eine Ausbildung in der Bundesrepublik absolvieren?

Anerkannten Flüchtlingen mit Aufenthaltserlaubnis und Kontingentflüchtlingen mit befristeter Aufenthaltserlaubnis ist aufgrund des uneingeschränkten Arbeitsmarktzuganges die Ausbildung sofort erlaubt.

Sofern die Ausländerbehörde dies erlaubt, sind betriebliche Berufsausbildungen

  • für Asylsuchende ab dem vierten Monat und
  • für Geduldete ohne Arbeitsverbot ab der Erteilung der Duldung möglich.

Vorgehen:

Die Beschäftigungserlaubnis muss bei der Ausländerbehörde individuell für den konkreten Ausbildungsplatz beantragt werden. Eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ist bei staatlich anerkannten oder vergleichbaren Ausbildungen nicht erforderlich.

Schulische Berufsausbildungen sind für Asylsuchende und Geduldete immer möglich. Eine Genehmigung der Ausländerbehörde ist nicht erforderlich.

Erteilung einer Duldung für die Aufnahme einer Ausbildung:

Für die Aufnahme einer qualifizierten Berufsausbildung kann die Ausländerbehörde eine Duldung für ein Jahr erteilen und soll diese für jeweils ein Jahr verlängern, wenn die Ausbildung fortdauert und in einem angemessenen Zeitraum mit dem Abschluss zu rechnen ist.

Voraussetzung hierfür ist:

  • Ausbildungsbeginn vor Vollendung des 21. Lebensjahres.
  • Der Auszubildende darf nicht aus einem sicheren Herkunftsland (darunter fallen die EU-Mitgliedsstaaten sowie die in Anlage II des Asylverfahrensgesetz genannten Staaten) stammen (Gesetze im Internet).

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung besteht die Möglichkeit, einer befristeten Aufenthaltserlaubnis, sofern die Geduldeten, eine ihrem Abschluss entsprechende und für den Lebensunterhalt ausreichend bezahlte Stelle finden.

Ansprechpartner ist der örtliche Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen z.B. zu den Themen Unterstützungsmöglichkeiten und Praktikum entnehmen Sie bitte der Broschüre „Potenziale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen“ der Bundesagentur für Arbeit. Einen Überblick über besondere Regelungen bei Praktika gibt die Broschüre „Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und Geduldete“ der Bundesagentur für Arbeit.

5. Wie kann ich als Unternehmer erkennen, welches Niveau die ausländische Ausbildung des Flüchtlings hat?

Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss in einem staatlich anerkannten Beruf erworben haben, verfügen seit dem 1. April 2012 über einen Rechtsanspruch auf ein Feststellungsverfahren zur Überprüfung der Gleichwertigkeit dieses Abschlusses mit der entsprechenden Referenzqualifikation in Deutschland. Die Staatsangehörigkeit und der Aufenthaltsstatus des Antragstellers spielen für die Beantragung dieser Gleichwertigkeitsprüfung keine Rolle. Damit können auch Flüchtlinge ihren im Herkunftsland erworbenen Berufsabschluss in Deutschland anerkennen lassen.

Vor allem das im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung betriebene Internetportal „Anerkennung in Deutschland“informiert, wie und wo man ausländische Berufsabschlüsse anerkennen lassen kann. Anerkennungssuchende müssen sich zur Gleichwertigkeitsüberprüfung an die jeweils für ihren Beruf zuständige Stelle wenden:

  • Bei den reglementierten Berufen – also Berufen wie Arzt oder Krankenpfleger, für die der Berufszugang staatlich geregelt ist – richtet sich die Zuständigkeit nach dem jeweiligen Fachrecht und den Bestimmungen der Bundesländer.
  • Für nicht reglementierte Hochschulabschlüsse ist die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) in Bonn zuständig.
  • Für die Anerkennung von Schulabschlüssen ist die Bezirksregierung Köln – für das Abitur die Bezirksregierung in Düsseldorf – die zuständige Stelle.
  • Für die Gleichwertigkeitsprüfung bei Ausbildungsberufen im dualen System in der Regel die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern.

Im Bereich der IHK-Berufe übernimmt die Bewertung und Anerkennung der beruflichen Abschlüsse zentral die von den IHKs geschaffene IHK FOSA in Nürnberg. Sie prüft die Gleichwertigkeit des ausländischen Berufsabschlusses mit dem deutschen Referenzberuf auf Antrag, der schriftlich und eigenhändig unterschrieben bei ihr eingehen muss. Das Antragsformular und weitere Informationen zu den beizufügenden Unterlagen, zu den Gebühren und zum Verfahren erhält man auf den Internetseiten der IHK FOSA.

Die IHKs in NW beraten und unterstützen den Antragsteller vor dem Anerkennungsverfahren.

  • Welcher deutsche Beruf entspricht meiner ausländischen Ausbildung?
  • Bekomme ich eine (volle) Anerkennung?
  • Was mache ich mit einer teilweisen Anerkennung?
  • Kann mir jemand die Kosten erstatten?
  • Welche Unterlagen benötige ich für die Anerkennung?
  • Was ist, wenn ich keine Unterlagen habe?

Diese und andere Fragen können in der Anerkennungsberatung der IHKs geklärt werden.

6. Wie kann ich als Unternehmer einschätzen, ob Flüchtlinge über ein ausreichendes Sprachniveau verfügen?

Grundsätzlich dürfte sich jeder Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch selbst ein Bild davon machen können, ob die Sprachkenntnisse des Bewerbers für den Job ausreichend sind. Wenn er aber noch kein Gespräch hat führen können und entscheiden muss, wen er zum Gespräch einladen möchte, können Angaben des Bewerbers über sein Sprachniveau gemäß dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen hilfreich sein. Dieser gliedert sich in sechs Stufen von A1 (Anfänger) bis C2 (Experten).

Die Grobskala unterscheidet in elementare Sprachanwendung (Niveau A1 und A2), selbständige Sprachanwendung (Niveau B1 und B2) und kompetente Sprachanwendung (Niveau C1 und C2). Ziel der Integrationskurse ist es, dass die Teilnehmer nach Abschluss zumindest über das Sprachniveau A2 oder B1 verfügen.

Niveau A2
Die Person kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen, wie Informationen zu Person und Familie, Einkaufen, Arbeit. Damit ist eine Verständigung in einfachen, routinemäßigen Situationen möglich, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Mit einfachen Mitteln lassen sich eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.

Niveau B1
Die Person kann die Hauptpunkte in einem Gespräch verstehen, wenn eine klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Sie ist in der Lage, die meisten Situationen zu bewältigen, denen sie auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Zudem kann sich die Person einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern, über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.

Niveau B2
Die Person erfasst die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen, sie kann im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen verstehen. Sie kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Die Person spricht zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert, erläutert einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage und kann die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Der Erwerb der Sprachkenntnisse erfolgt im Allgemeinen im Rahmen der Integrationskurse beim BAMF, die mit einer Prüfung auch der Sprachkenntnisse (schriftlich und mündlich) abschließen. Im Erfolgsfall bekommen die Absolventen je nach Leistung das Niveau A2 oder B1 bescheinigt. Liegt das Sprachniveau des Bewerbers unterhalb des jeweiligen Anforderungsprofils, können der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber entscheiden, ob er sich bzw. der Arbeitgeber ihn für ein höheres Sprachniveau fortbilden möchte. Diese berufsbezogene Sprachförderung steht unter dem Dach des so genannten ESF-BAMF-Programms. Ansprechpartner für Arbeitnehmer sind die Vermittler der Arbeitsagentur oder Jobcenter, für die Arbeitgeber das BAMF.

7. Wie werden beschäftigte Flüchtlinge sozialversichert?

Sobald der Asylbewerber eine abhängige Beschäftigung aufnimmt, wird er automatisch Mitglied in der Deutschen Sozialversicherung (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung und Pflegeversicherung). Dies gilt unabhängig vom Flüchtlingsstatus. Mit der Anmeldung der Beschäftigung bei seiner Krankenkasse erhält er eine Sozialversicherungsnummer und eine Mitgliedsbescheinigung für den Arbeitgeber. Der Eintritt der Versicherungspflicht begründet grundsätzlich auch den Leistungsanspruch gegenüber dem jeweiligen Versicherungsträger.

Bei einer geringfügigen Beschäftigung (450,00 EUR) gelten besondere Vorschriften.

Weiterführende Informationen:

Minijob-Zentrale
www.bamf.de [Willkommen in Deutschland > Banken und Versicherung > Soziale Absicherung] Deutsche Sozialversicherung

8. Gibt es Möglichkeiten der psychologischen Unterstützung von Flüchtlingen?

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. (BAfF) ist der Dachverband der Behandlungszentren für Opfer von Menschenrechtsverletzungen und politischer Verfolgung. Derzeit sind in der BAfF 30 psychosoziale Behandlungszentren, Initiativen und Einrichtungen für die medizinische, psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung und Rehabilitation von Opfern von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen vernetzt. Zu den Förderern zählen die UNO-Flüchtlingshilfe, die Europäische Kommission sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Neben Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit dient die BAfF auch dem Wissensaustausch und –management ihrer Mitglieder, der Organisation von Weiterbildung und der Vermittlung von Experten.