Wirtschaftspartner Serbien gewinnt an Bedeutung

• Exportvolumen aus NRW betrug im vergangenen Jahr 350 Millionen Euro • IHK NRW Präsident Meyer: „Wichtig ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, um weitere Investitionen zu ermöglichen“ • Wirtschaftsforum Serbien in Düsseldorf diskutiert nächste Schritte

Das Land Serbien hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Handelspartner Nordrhein-Westfalens entwickelt. So stieg das Exportvolumen aus NRW in den vergangenen fünf Jahren von 250 Millionen auf 350 Millionen Euro, wobei Metallwaren, Maschinen und chemische Produkte knapp zwei Drittel der Exporte ausmachten. Im gleichen Zeitraum stiegen die Importe aus Serbien von mehr als 150 Millionen auf knapp 270 Millionen Euro. Hier spielen Bekleidung und Nahrungsmittel eine wichtige Rolle. Wie die Beziehungen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden können, diskutierten heute im Wirtschaftsclub Düsseldorf auf dem erstmals abgehaltenen „Wirtschaftsforum Serbien“ hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder, darunter der serbische Ministerpräsident Alexander Vucic, der NRW Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der Präsident der Wirtschaftskammer Serbien Marko Cadez und Thomas Meyer, Präsident von IHK NRW.

Das Wirtschaftsforum setzte ein Zeichen für die wachsende Bedeutung des Balkanlandes Serbien. Mehr als 45.000 Arbeitsplätze in Serbien sind dank deutscher Investitionen entstanden. Ein Großteil der investierten Gelder stammt dabei aus NRW. Die landeseigene Wirtschaftsförderung NRW.INVEST, als Partner des Wirtschaftsforums, hat die steigende wirtschaftliche Bedeutung Serbiens erkannt und unterstützt serbische Unternehmen bei ihrer Expansion in NRW. Es wird erwartet, dass die Zahl der serbischen Unternehmen in NRW aufgrund der wachsenden Wirtschaftsbeziehungen und der EU-Erweiterung kontinuierlich steigt.

Um insbesondere die Investitionen in Serbien weiter zu fördern, fehlt es derzeit in Serbien weniger an Ingenieuren als an qualifizierten Fachkräften. Mit der Einführung der dualen Berufsbildung hat sich Serbien in der Region eine wichtige Grundlage gelegt, welche es rasch zu nutzen gilt. Die Vertreter der deutschen Unternehmen waren sich daher einig, dass Serbien hier schnell handeln müsse. „Die berufliche Bildung stellt eine zukunftssichere Alternative zum Studium dar“, sagte Thomas Meyer, der Präsident von IHK NRW. Sie benötige aber auch eine starke Selbstverwaltung auf Seiten der Wirtschaft, so Meyer weiter.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.