Wirtschaftsfaktor Unternehmensnachfolge - Gründungsklima stärken

Gut 200.000 Unternehmer und Selbstständige in NRW suchen bis 2025 einen Nachfolger, rund 1,3 Millionen Arbeitnehmer sind in NRW betroffen

Gründungsklima entscheidet über Nachfolge

IHK NRW begrüßt die heute im Landtag angestoßenen neuen Initiativen der Landesregierung zur Stärkung der Unternehmensnachfolge und des Gründungsgeschehens in NRW. In Nordrhein-Westfalen stehen rund 265.000 Unternehmer und Selbstständige vor der Herausforderung, in den kommenden zehn Jahren einen Nachfolger für die Leitung ihres Betriebes und Geschäftes zu finden. Gleichzeitig sinken die Zahlen der Neugründungen seit Jahren. So sank die Zahl der Existenzgründungen von rund 74.000 im Jahr 2012 auf knapp 65.000 in 2016 (vgl. Gründerreport IHK NRW 2017).

Eine Studie von IHK NRW aus dem Jahr 2016 hat erstmals die Thematik breit untersucht und die wichtigsten Herausforderungen für die Unternehmensnachfolge in NRW aufgearbeitet (vgl. Report Unternehmensnachfolge IHK NRW 2016). Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten erweist sich dabei als ein komplexer und oft langwieriger Prozess. Die Debatte erhält neue Dynamik, da in den kommenden Jahren die Unternehmensgründer aus der Babyboomer-Generation das Ruhestandsalter erreichen. Die Zahl der Unternehmen, bei denen ein Stabwechsel ansteht, wird noch deutlich steigen. Gleichzeitig hat fast die Hälfte der befragten Unternehmen noch keine konkreten Planungen zur Gestaltung des Übergabeprozesses.

Daher ist es ein richtiger und wichtiger Schritt, jetzt die Beratungsstrukturen in NRW zu stärken. Dabei sollten Unternehmensnachfolge und Gründungsklima immer gleichzeitig betrachtet werden. Denn die Nachfolge des einen ist letztlich die Gründung des anderen. Angesichts nachlassender Gründungsaktivitäten in NRW sind daher nun Gründungswillige zu unterstützen und Interesse am Unternehmertum zu stärken.

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