Die NRW-Wirtschaft braucht jetzt Perspektiven zum Wiedereinstieg nach der Coronakrise

In der heutigen Plenarsitzung hat Ministerpräsident Laschet erste Ideen für das Anfahren der NRW-Wirtschaft skizziert. Dazu Thomas Meyer, Präsident von IHK NRW:

„Sowohl die schnellen Soforthilfen, als auch das 100-Prozent-Kreditprogramm waren notwendige und wichtige Schritte für unsere Unternehmen. Damit kommen die meisten aber nur wenige Wochen über die Runden. Deswegen benötigt die NRW-Wirtschaft jetzt zeitnah eine belastbare, mehrstufige Perspektive zur Planung der Wiederaufnahme der angemessenen Wirtschaftstätigkeit in Nordrhein-Westfalen. Diese Perspektive sollte ein gesundheits- und wirtschaftspolitisches Maßnahmenbündel enthalten, um das Vertrauen der Menschen und Unternehmen in die Wiederaufnahme der vollen Wirtschaftsstätigkeit zu stärken.

Klar ist, dass eine sofortige, vollständige Öffnung zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist. Eine weitere Infektionswelle dürfen wir nicht riskieren. Die Unternehmen in NRW brauchen für die Wiederaufnahme ihrer Wirtschaftstätigkeit verbindliche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, um sich vorbereiten zu können. Die Grundlage dafür muss eine umfassende Kommunikationsstrategie der Landesregierung sein, an der sich die Unternehmen verlässlich orientieren können.

Auch bedarf es jetzt klarer Abstimmungen aller Verantwortlichen. Dafür sollte die Landesregierung kurzfristig eine Task Force einrichten, die das Wiederanfahren der NRW-Wirtschaft begleitet, um eine flüssige und schrittweise Wiederaufnahme der vollen Wirtschaftstätigkeit in NRW zu gewährleisten. Gemeinsam mit den IHKs stehen wir bereit, diesen Prozess zu unterstützen.

Bei alledem müssen wir auch an die Zukunft denken: Die Stabilisierung von bestehenden Ausbildungsverhältnissen hat Priorität. Wo sie nicht gelingt, gilt es, die Übernahme in neue - bevorzugt betriebliche - Ausbildungsverhältnisse zu fördern.“

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.