Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen

Die Industrie- und Handelskammern in NRW (IHK NRW) freuen sich, dass sich die Landesregierung einige Änderungen des Landesentwicklungsplans NRW (LEP NRW) vorgenommen hat. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, betont Dr. Ulrich Biedendorf, Federführer Planung von IHK NRW, der seit zwei Jahren die Interessen der Wirtschaft in Sachen Landesplanung gegenüber der Landesregierung vertritt. „Die Landesregierung hat viele Hinweise aus unserer Stellungnahme vom 15. Januar 2016 aufgegriffen, die seinerzeit im Rahmen des Abwägungsprozesses nicht berücksichtigt worden sind“.

Hierzu zählt beispielsweise, dass sich kleine Ortslagen, die im Freiraum liegen, jetzt weiterentwickeln können. Betriebe, die in solch einer Ortslage ihren Standort haben, erhalten dadurch notwendige Entwicklungsspielräume. Darüber hinaus sorgt die Streichung des sogenannten 5-Hektar-Ziels, dem die Wirtschaft angesichts immer knapper werdender Gewerbeflächen mit Sorge entgegengesehen hatte, genauso für Erleichterung wie beispielsweise die Klarstellung, dass auch private Häfen in Regionalplänen mit einem besonderen Umgebungsschutz versehen werden können, um vor einer heranrückenden Wohnnutzung geschützt zu werden.

Im Rahmen der ersten Änderung hat die Landesregierung aber auch mit einer neuen Vorgabe auf die Herausforderungen reagiert, denen sie sich mit Blick auf den Strukturwandel in der Kohleregion in den nächsten Jahrzehnten stellen muss. So sollen regionale Konzepte entwickelt werden können, damit beispielsweise die Kommunen des Rheinischen Reviers mit Blick auf neue Wirtschaftsflächen für die Zukunft gerüstet sind. Das wird von der Wirtschaft sehr begrüßt. „Insgesamt ist ein ausgewogenes Planwerk entstanden, das der nordrhein-westfälischen Wirtschaft Wachstumschancen bietet. Jetzt sind die Regionalplanungsbehörden gefordert, die neuen Vorgaben zukunftsweisend in ihren Plänen umzusetzen“, so Biedendorf.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.