IHK NRW stellt Jahresbericht 2016 vor

IHK NRW stellt Jahresbericht 2016 vor: NRW im Wahljahr – Zeit für einen Schritt nach vorne

• Wirtschaft in NRW für 2017 optimistisch • Digitalisierung und Fachkräftemangel im Fokus • „Kommende Landesregierung muss sich ehrgeizige Ziele setzen“

„Viele Unternehmer sind mit Optimismus in das Wahljahr 2017 gestartet“, sagt IHK NRW Präsident Ralf Kersting. „Die kommende Regierung sollte diesen Schwung nutzen, um sich ehrgeizige Ziele für unser Land zu setzen und den Standort für die Zukunft zu rüsten.

Vor den Wahlen blicken die Unternehmer auf die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen: 43 Prozent der Unternehmen in NRW sorgen sich vor weiteren Eingriffen der Politik. „Die Wirtschaft erhofft sich mehr Unterstützung durch die Politik“, so Ralf Kersting. „Dies sollte auch ein Signal an die kommende Landesregierung sein.“

In dem heute vorgestellten Jahresbericht zieht IHK NRW Bilanz über die Themenfelder, die im vergangenen wie im laufenden Jahr die IHK-Organisation und die Unternehmen in NRW beschäftigt haben. Diese Themen reichen von Bildung und Fachkräfte über Digitalisierung und Landesplanung bis hin zu Steuern und Finanzen, Umwelt und Verkehr.

Für die Unternehmen hat der Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur insbesondere in den Industrie- und Gewerbegebieten Priorität. Erst durch einen Breitbandanschluss erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Geschäftsmodelle zu wettbewerbsfähigen Lösungen weiterzuentwickeln. In NRW verzichten derzeit rund 16 Prozent der Unternehmen auf eine Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, weil ihnen ein leistungsfähiger Breitbandanschluss fehlt. Im Bereich Bildung und Fachkräfte widmeten sich viele Arbeitsprozesse auf der landespolitischen und regionalen Ebene der Frage der Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung in den Augen von Jugendlichen und ihrer Eltern. Die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten wurde im Rahmen intensiver Diskussionsprozesse mit der Landesregierung vorangetrieben. „All dies dient der Fachkräftesicherung der Unternehmen in NRW, die nicht zuletzt aufgrund der Zunahme an unbesetzten Ausbildungsstellen das Thema Nachwuchsgewinnung mit großer Sorge betrachten“ betont Ralf Kersting.

In diesem Zusammenhang betont Ralf Kersting den Einsatz der Industrie- und Handelskammern: „In NRW betreuen wir mit rund 40.000 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern über 190.000 Auszubildende und tragen jährlich rund 70.000 neue Ausbildungsverträge ein. Das sind über 60 Prozent aller Ausbildungsverträge in NRW.“ Ohne den Einsatz der Prüferinnen und Prüfer und ihrer Unternehmen ließe sich die duale Ausbildung nicht organisieren – ein gesellschaftliches Engagement, das mit ein Grund dafür ist, dass Deutschland die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa verzeichnen kann.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.