IHK NRW Jahresbericht 2017

Jahresbericht 2017: Nach den Wahlen und vor der Entfesselung

  • IHK NRW stellt Jahresbericht 2017 vor
  • Konjunkturschub für 2018 *nutzen: NRW fit machen
  • Im Fokus: Fachkräfte, Infrastruktur und mehr Rückenwind für Unternehmen

Nach dem Doppelwahljahr 2017 und angesichts stabiler Konjunkturaussichten für das Jahr 2018 bieten sich gute Grundlagen wie auch zeitliche Spielräume, um die Herausforderungen unseres Bundeslandes anzugehen und in den kommenden Jahren umzusetzen.

Die Wirtschaftsdynamik in NRW ist zu Jahresbeginn 2018 in NRW intakt. Die Mehrzahl der Unternehmen in NRW erwarten, dass die klassischen Konjunkturtreiber aus dem In- und Ausland auch im kommenden Jahr für eine stabile Wirtschaftsentwicklung sorgen. Noch reicht die Dynamik aber nicht an die Entwicklung im Bund heran: Daher gilt es in NRW, nun weiter an Fahrt aufzunehmen.

Dabei treten die strukturellen Herausforderung NRWs stärker in den Vordergrund. In den Konjunkturumfragen der IHKs in NRW sorgt sich jedes zweite der rund 6.300 antwortenden Unternehmen um die Sicherung seines Fachkräftebedarfs. Gerade im Bereich Bildung übernehmen die IHKs als Selbstverwaltungsorganisation der Wirtschaft in NRW Verantwortung für ihre rund eine Millionen Mitgliedsunternehmen. Gemeinsam mit den Unternehmen und weiteren Bildungsakteuren bereiten wir uns auf den Weg in die Arbeitswelt X.0 vor.

Die IHKs können sich dabei in NRW auf rund 30.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfern stützen, die knapp 180.000 Auszubildende - über 60 Prozent aller Azubis in NRW - betreuen. Daneben organisieren die IHKs über 38.000 Sach- und Fachkundeprüfungen und über 25.000 Weiterbildungsprüfungen. Angesichts der Herausforderungen aus der Digitalisierung werden wir unser Engagement und unsere Angebote insbesondere in der betrieblichen (Weiter-) Bildung weiter verstärken.

Überdeckt von der Diskussion um drohende Fahrverbote treibt die Unternehmen die Sorge um die Funktionsfähigkeit der wichtigen Infrastrukturen, und das unabhängig von ihrem Standort. Während in den großen Metropolen an Rhein und Ruhr die Infrastrukturen häufig mit Staus überlastet sind, sorgen sich die Unternehmen im ländlichen Raum angesichts der eingeschränkten Funktionsfähigkeit wichtiger Verkehrsadern und Brücken um die Erreichbarkeit ihrer Standorte insgesamt. Auch bei weiteren Infrastrukturen von Breitband bis Energie sehen die Unternehmen Handlungsbedarf. Für das Industrie- und Energieland NRW wird die Energiepolitik in den angelaufenen Legislaturperioden in Bund und Land wichtige Weichenstellungen bringen.

Mit der neuen Landesregierung setzen die Unternehmen auf einen Politikwechsel hin zu mehr „Vorfahrt für Unternehmen“. Hier erwarten die Unternehmen weniger die eine große Maßnahme als vielmehr ein Umdenken bei den vielen kleinen Regelungen mit dem Ziel, Unternehmern und Gründern das Handeln im Land zu vereinfachen. Die Unternehmen setzen auf das Engagement der neuen Landesregierung – auf eine kontinuierliche Überprüfung von Gesetzesvorgaben und Verwaltungshandeln. Die ersten von der Landesregierung bereits vorgestellten und beschlossenen Entfesselungspakete weisen dabei in die richtige Richtung.

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BLÄTTERKATALOG IHK NRW JAHRESBERICHT 2017