IHK NRW zum 3-Phasen-Szenario von NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen

Ein gutes Signal für das Tourismus- und Gastgewerbe. Nun braucht es eine verbindliche Verabredung im Bund.

IHK NRW begrüßt, dass mit dem Vorschlag der drei Bundesländer nun Schwung in die Diskussion um die Öffnung des Tourismus- und Gastgewerbes kommt. Denn das Insolvenzrisiko in den Branchen steigt von Tag zu Tag.

Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung für den Gesundheitsschutz bewusst und bereit, entsprechende Schutz- und Hygienemaßnahmen für eine verantwortungsvolle Öffnung umzusetzen. Daher sollte die Politik noch stärker auf einen Katalog verbindlicher Schutz- und Hygienemaßnahmen setzen, schon um Abgrenzungsprobleme in den Branchen zu vermeiden, aber auch um die Vorteile des Standortverbundes in den Innenstädten und anderen touristischen Zielen zu realisieren.

Mit einem solchen Katalog könnte auch den Unternehmen eine Öffnungsperspektive geboten werden, die in der öffentlichen Diskussion häufig hintenanstehen, aber mit entsprechenden Maßnahmen durchaus die Schutz- und Hygienestandards einhalten können. Hierzu zählen neben Reisebüros die Bereiche Fuß- und Nagelpflege, Kosmetik, Sporttherapie, Fitnessstudios und Tanzschulen sowie Spielhallen und weitere.

Der Vorschlag der drei Bundesländer bietet eine gute Basis, um nun schnell, noch im Mai weitere konkrete Öffnungsschritte für die besonders betroffenen Branchen im Tourismus- und Gastgewerbe zu verabreden.

Da sich die Aussichten im Reisegewerbe mit der Verlängerung der Reisewarnung weiter verschlechtert haben, wird immer deutlicher, dass vielen Unternehmen noch lange eine Perspektive fehlt. Diese Unternehmen brauchen schnell ein Sofortprogramm mit weiteren direkten Hilfen.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.