Fünf Botschaften von IHK NRW zur heutigen Bund-Länder-Einigung

„Die nun gestartete Diskussion ist ein wichtiges Signal. Viele Unternehmen können nun auf mehr Sicherheit hoffen, dass es jetzt schnell – zumindest für viele Teile der NRW – Wirtschaft wieder losgehen kann.", sagt Thomas Meyer, Präsident von IHK NRW.

Erforderlich sei nun ein Kriterienkatalog mit eindeutigen Regelungen, an dem sich die Unternehmen voraussichtlich ab dem 20.04. belastbar orientieren und den sie in Eigenverantwortung umsetzen können.

Sicher ist es richtig, mit dem Handel zu beginnen. Gleichwohl wird eine Abgrenzung über Sortimente oder Quadratmeter schwierig. Gerade für viele Klein- und Mittelzentren NRWs sind die größeren Handelsunternehmen zentral. Und auch im Tourismus- und Gastgewerbe kann es Spielraum für Geschäftsmodelle mit reduziertem Kontaktrisiko bspw. über Mindestabstände in Restaurants oder Abstandszonen im Kassenbereich geben. Insbesondere in der Startphase des Wiederanlaufens werden die Unternehmen gesicherten Zugang zu Schutz- und Hygieneartikeln benötigen.

„Absehbar brauchen alle Branchen eine klare Perspektive, wie und wann es weitergeht, denn sonst fehlt den Unternehmen in NRW jede Grundlage für eine langfristige Planung und Finanzierung.“, so Meyer weiter.

Für viele komplexe Wertschöpfungs- und Versorgungsketten in der Industrie ist zudem eine europäische Koordination des Wiederanlaufens unabdingbar, damit es für die jeweiligen Länder nicht zu Wartezeiten und Friktionen in den Grenzregionen kommt.

Auch benötigen die Unternehmen eine klare Regelung, wann Schulen wieder geöffnet und Kinderbetreuung wieder gewährleistet sein kann. Denn weiter gilt: solange Schulen und Kindergärten nicht öffnen, fehlen die Mitarbeiter in den Betrieben.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.