Forschung und Entwicklung - Ein starker Standort mit Schwächen

• IHK NRW stellt neuen FuE-Report auf dem Innovationstag NRW vor

• Trotz guter Voraussetzungen bleibt noch viel zu tun

• Mittelstand stärker in den Fokus nehmen

Mit Unterstützung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. hat IHK NRW die Stärken und Schwächen des Forschungs- und Entwicklungsstandorts Nordrhein-Westfalen analysiert. Dabei ergibt sich ein zwiespältiges Bild: So verfügt Nordrhein-Westfalen mit seinen zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen über eine sehr gute FuE-Infrastruktur. Positiv fällt das Urteil vieler junger Menschen zu NRW als Studienstandort aus. Zahlreiche junge Menschen kommen nach NRW um hier zu studieren, trotz einer relativ schlechten Betreuungsrelation und einer relativ schwachen Finanzausstattung der NRW-Hochschulen.

Trotzdem hinkt NRW bei vielen bundesweiten Kennzahlen hinterher oder liegt nur im Mittelfeld. Beispielsweise liegt der Anteil der FuE-Aufwendungen am Bruttoinlandsprodukt in NRW unter zwei Prozent und ist damit weit vom drei Prozent-Ziel der EU oder den Werten der süddeutschen Bundesländer entfernt. Noch gelingt es uns in NRW nicht, den guten Boden zu nutzen, den die FuE-Infrastruktur in NRW bietet, um brachliegende Potenziale zu heben.

Denn auch dies zeigt die Analyse: Die Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen in NRW findet häufig im Bereich der Spitzenforschung statt. Hier suchen auch die kleinen und mittleren Unternehmen die Kooperation mit der Wissenschaft, denn sie benötigen zusätzliche Kapazitäten und Knowhow. In der für die mittelständische Wirtschaft wichtigen anwendungsorientierten Forschung besteht noch viel Potenzial für eine stärkere Zusammenarbeit.

Die Analyse zeigt, dass in Zeiten der Digitalisierung eine technologieoffene, bürokratiearme und stärker auf die betrieblichen Anforderungen ausgerichtete Förderlandschaft hilfreich sein kann. Mit den Innovationsberatern setzen die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen weiter darauf, die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit im Mittelstand Nordrhein-Westfalen zu stärken. Daneben benötigen auch die Hochschulen weitere Anreize zur Zusammenarbeit, damit Unternehmen und Hochschulen aus NRW in Zukunft stärker kooperieren und Innovationen gemeinsam vorangetrieben werden können.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Presse-Information.