Die duale Berufsausbildung wird wieder beliebter

  • Bisher 55.035 neue Ausbildungsverträge in 2018
  • Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
  • Neu in der Berufspalette: Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce
  • Noch viele Ausbildungsstellen für dieses Jahr frei

Heute startet für 55.035 junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Sie beginnen ihre Ausbildung in der Industrie, im Handel oder in der Dienstleistungsbranche. Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen verzeichnen damit ein Plus von 1.470 Verträgen beziehungsweise 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr – trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen. Die duale Berufsausbildung gewinnt wieder an Popularität.

Erstmals ausgebildet werden in diesem Jahr Kaufleute im E-Commerce. 269 Azubis haben sich bisher in NRW für den neuen Ausbildungsberuf entschieden, der sie für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet rüstet. An neun Schulstandorten zwischen Herzogenrath und Gütersloh geht der Beruf zunächst an den Start. Da die Ausbildungsbetriebe aber aus dem ganzen Bundesland kommen und der Beruf in Zukunft eher an Beliebtheit gewinnen dürfte, ist perspektivisch mit mehr Standorten zu rechnen.

Unabhängig vom Beruf sei eine duale Ausbildung ein idealer Berufseinstieg, findet Thomas Meyer, Präsident von IHK NRW: „Jeder Ausbildungsplatz ist ein konkreter Bedarf der Wirtschaft.“ Entsprechend gut seien häufig die Karrieremöglichkeiten nach der Ausbildung – zum Beispiel mit einem Abschluss der Höheren Berufsbildung als Fachwirt, Betriebswirt oder Industriemeister.

Für Spätentschlossene ist der Zug noch nicht abgefahren, denn für den Ausbildungsstart im September sind noch viele Ausbildungsplätze frei. Danach beginnt die Nachvermittlung. Die IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) oder die Homepage der IHK vor Ort (zu finden unter www.ihk.de) sind gute Anlaufstellen für Suchende.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.