Corona-Exit: NRW-Task-Force muss jetzt einen Fahrplan entwickeln

Im Nachgang an die heutige Kabinettssitzung in NRW zu den Ergebnissen der Bund-Länder-Besprechung vom 15.4. und den Maßnahmen der Landesregierung NRW kommentiert Thomas Meyer, Präsident von IHK NRW:

„Der Zustand des ‚Lockdown‘ hält nun schon fünf Wochen an, ein erster Schritt hin zur Lockerung war unbedingt nötig. Nun müssen wir schnell die Voraussetzungen schaffen, damit weiteren Branchen die Öffnung ermöglicht wird.

Die pauschale Beschränkung der Verkaufsfläche auf "bis zu 800 qm" führt zu Problemen an vielen Handelsstandorten. Auch oder gerade die Unternehmen mit einer größeren Fläche, können die notwendigen Vorkehrungen für wirksame Schutz- und Hygienemaßnahmen umsetzen und ihre Produkte auf einer auf max. 800 qm abgegrenzten Angebotsfläche verkaufen.

Mit einem Wiedereinstieg in den Exit entstehen zudem neue Finanzierungsanforderungen für die Unternehmen. Zumal vorerst nicht davon auszugehen ist, dass die internationale Wirtschaft direkt wieder anlaufen wird. Deshalb müssen jetzt die nächsten Schritte angedacht werden und bis zum 3. Mai in einer Task Force entsprechende Fahrpläne und Maßnahmen für die Unternehmen entwickelt werden, damit möglichst bald alle Branchen wieder öffnen können.

Die Bereitschaft zur Öffnung unter der Prämisse von notwendigen Schutz- und Hygienemaßnahmen ist in den Unternehmen groß. Neben einem Zeitplan bedarf es daher jetzt eines konkreten Orientierungsrahmens für die Unternehmen. IHK NRW hilft dabei gerne ganz praktisch mit, wirksame Maßnahmen zu entwickeln.“

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.