Breitbandausbau - schnellstmöglich, aber wie?

Breitbandausbau – schnellstmöglich, aber wie?

  • Leistungsfähiger Breitbandanschluss ist entscheidender Standortfaktor
  • Unternehmen setzen auf das Engagement der kommenden Landesregierung: Transparenz schaffen, Ausbau in NRW beschleunigen.

Die Digitalisierung in den Unternehmen hat viele Facetten, aber einen gemeinsamen Nenner: Unabhängig ihrer Branche sind die Unternehmen auf ein flächendeckend ausgebautes und leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen, um die Chancen der Digitalisierung ergreifen und mittelfristig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Auch wenn sich diese Erkenntnis in der Politik durchgesetzt hat, bleibt in NRW noch Einiges zu tun, damit der Ausbau in allen Landesteilen gelingen kann, so das Ergebnis der Diskussionsveranstaltung von IHK NRW, DIHK und Bundesverkehrsministerium vom 08.06.2017 in den Räumen der EWR GmbH in Remscheid.

Nach der Wahl sind die Erwartungen bei vielen Unternehmen hoch, dass die kommende Landesregierung dem Breitbandausbau höchste Priorität einräumen wird. In einer Unternehmensbefragung zur Landtagswahl hatte jedes vierte Unternehmen mehr Engagement beim Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur eingefordert. Gerade in den Landesteilen außerhalb der Metropolen sehen rund 40 Prozent der befragten Unternehmen in dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur eines der drei TopThemen für die kommende Landesregierung. In Standortumfragen der IHKs in NRW landet ein leistungsfähiger Breitbandanschluss regelmäßig auf den ersten Plätzen (u. a. www.wuppertal.ihk24.de, Dok.-Nr. 3621742). Gemeinsam mit Vertretern aus Unternehmen, Kommunen sowie den Breitbandbeauftragten aus Bund und Land diskutierten am 08.06.2017 rund 70 Teilnehmer in Remscheid, wie der Breitbandausbau in den NRW-Regionen, insbesondere dort wo der marktgetriebene Ausbau nicht vorankommt, beschleunigt werden kann.

Als einen konkreten Ansatzpunkt wünschten sich die Diskutanten mehr Transparenz über die vorhandenen Infrastrukturen und die kleinräumige Anschlussqualität. Denn allzu häufig scheitern Ausbau- und Förderaktivitäten an dem fehlenden Überblick über die Investitionsbedingungen vor Ort. Hier könne die kommende Landesregierung einen wichtigen Beitrag leisten, den Ausbau vor Ort zu koordinieren und, wo nötig, auch zu unterstützen, damit homogene Netzlösungen entstehen und kleinteilige Flickenteppiche verhindert werden.

Flächendeckend sollten dafür regionale Breitbandwegepläne erstellt und auf der Landesebene aggregiert werden. Die begonnene Förderung sollte allerdings stärker auf die Standortbedingungen in NRW ausgerichtet werden.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in NordrheinWestfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.