Amtliches Verzeichnis beim DIHK vereinfacht ab September 2017 die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen

Für Unternehmen, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen möchten, wird es durch die Modernisierung des Vergaberechts jetzt deutlich einfacher. Sie können sich ab Anfang September bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK) in ein amtliches Verzeichnis für präqualifizierte Unternehmen eintragen lassen.

Betriebe, die sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen wollen, müssen im Bieterverfahren ihre Leistungsfähigkeit nachweisen und darstellen, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Hierzu sind eine Reihe von Erklärungen und Dokumenten notwendig, die von den teilnehmenden Unternehmen ständig aktualisiert werden müssen. Mit dem neuen System wird die Nachweisführung deutlich vereinfacht. Mit dem Eintrag in das vom DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) geführten Verzeichnis weisen die Unternehmen nach, dass sie für einen öffentlichen Auftrag im Liefer- und Dienstleistungsbereich oder auch als Freiberufler geeignet sind und dass keine Ausschlussgründe nach dem Vergaberecht vorliegen.

Im Rahmen einer vorgeschalteten Präqualifizierung legen die Firmen einmal jährlich die notwendigen Nachweise vor. War die Präqualifizierung erfolgreich, überprüft die IHK die Unterlagen und trägt das Unternehmen ins amtliche Verzeichnis ein. Jeder öffentliche Auftraggeber muss diese Eintragung anerkennen, soweit ihm nicht eigene negative Erkenntnisse vorliegen. Zudem ist die Eintragung auch mit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE) verknüpft, so dass auch hier das Unternehmen beim Ausfüllen der EEE entlastet wird. Auch bei nationalen Vergaben soll das amtliche Verzeichnis Anwendung finden.

IHK NRW ist der Zusammenschluss der 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen. IHK NRW vertritt die Gesamtheit der IHKs in NRW gegenüber der Landesregierung, dem Landtag sowie den für die Kammerarbeit wichtigen Behörden und Organisationen.